Was ist eine Mutter Kind - Wohngruppe?

Das Angebot richtet sich an Mütter/Schwangere und/oder Väter:

  • die auf Grund einer psychischen Erkrankung kein eigenverantwortliches Leben mit ihrem Kind bewältigen können, jedoch ein Mindestmaß an Selbstversorgung für sich und ihr Kind ausüben können

  • die in eine schwere Lebenskrise geraten sind und Unterstützung bei der Bewältigung dieser benötigen

  • eine Dekompensierung nach der Entbindung zu erwarten ist oder sich eine psychische Instabilität bereits abzeichnet.

  • Frauen, die aufgrund von Schwierigkeiten in lebenspraktischen Fragen und zur eigenen Haushaltsführung, sowie in der Versorgung und Erziehung ihres Kindes noch Anleitung und Unterstützung benötigen

  • Frauen, die aufgrund psychosozialer Defizite momentan nicht in der Lage sind, eigenverantwortlich mit ihrem Kind zu leben

  • Frauen, die nur mit Hilfe einer Betreuung ihre schulische und berufliche Ausbildung neben der Versorgung ihres Kindes abschließen können, um zukünftig selbstverantwortlich für sich und ihr Kind zu sorgen

  • Frauen, bei denen eine Mitwirkungs- und Kooperationsbereitschaft besteht und

  • Die mit dem neuen Lebensabschnitt konkrete Ziele verbinden und persönliche Perspektiven entwickeln möchten

  • Väter werden über Rücksprache und mit Einbezug der Mütter in die jeweiligen Ziele mit eingebunden

 

 

 

Was wollen wir, zusammen mit Ihnen, erreichen?

 

Unser Ziel ist es, in der zeitlich befristeten Hilfeform ein selbständiges und verantwortungsbewusstes Zusammenleben zwischen Mutter (Vater) und Kind zu vermitteln und zu fördern, um anschließend in eigenen Wohnraum oder Betreutes Einzelwohnen ziehen zu können. Dies geschieht vor dem Hintergrund der familiären und individuellen Situation und des Entwicklungsstandes des Elternteils und des Kindes. Die Maßnahme soll in der Regel nicht über zwei Jahre dauern.

Möglich sind im Anschluss an die stationäre Maßnahme weiterführende ambulante Hilfeleistungen und/oder die Klärung, ob eine gemeinsame Perspektive für Mutter und Kind erarbeitet werden kann oder eine Trennung von Mutter und Kind angestrebt wird. Genutzt werden kann dieses Angebot auch als zeitlich befristete Hilfe mit dem Ziel der Rückführung in den elterlichen Haushalt.

 

Durch die Verbindung von Alltagserleben, pädagogischer Arbeit und therapeutischen

Angeboten wird der gesetzliche Auftrag umgesetzt und die im Hilfeplan nach § 36 SGB VIII vereinbarten Zielsetzungen verfolgt. Wesentliche Methoden und Ziele unserer pädagogischen Arbeit werden gemeinsam mit den (jungen) Müttern/Schwangeren und allen beteiligten Fachkräften im Hilfeplanverfahren festgelegt und fortgeschrieben. Ein wichtiger Aspekt hierbei sind die Ressourcen der Mütter. Diese gilt es zu entdecken, zu aktivieren und zu entwickeln. Parallel dazu ist es unser Ziel, die Risikofaktoren für erneute psychische Instabilität gemeinsam mit der Klientin zu definieren und zu mindern.

Beziehung und Bindung bilden den Schwerpunkt unserer Arbeit und werden mit den Eltern thematisiert, reflektiert und kontinuierlich bearbeitet. Unter realitätsnahen Alltagsbedingungen wird die Selbstständigkeit als Mutter oder Vater gefördert und neue Modelle der Erziehung und des Zusammenlebens werden gelernt und gelebt.

 

Die Geburt des eigenen Kindes verändert die eigene Welt und kann für die junge Mutter oder den jungen Vater eine Chance sein, Kraft und Mut zu finden für die Neuorientierung ihres Lebens, für neue Perspektive und Zielsetzung. Im geschützten Rahmen Kraft zu entwickeln für die Aufgaben und die Verantwortung, die ihnen das Leben als Mutter oder Vater abverlangt und ein selbstbestimmtes Leben mit Kind führen zu können.

Unterhalten Sie Ihren Besucher! Machen Sie es einfach interessant und originell. Bringen Sie die Dinge auf den Punkt und seien Sie spannend.

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