Jugendwohnen

Welche Jugendlichen können in der Jugendwohngruppe aufgenommen werden?

 

Die Jugendwohngruppe ist ein Anschlussangebot für Jugendliche und junge Erwachsene, die unserer Einrichtung gerade entwachsen und mehr Selbständigkeit erreichen sollen. Darüber hinaus ist die Jugendwohngruppe auch ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene, die nicht oder nicht mehr zu Hause wohnen können, wollen oder sollen. Für sie kommt eine Heimgruppe aufgrund ihres Alters und ihrer Selbständigkeit nicht mehr in Frage, sie benötigen aber zu ihrer Verselbständigung noch erzieherische Hilfen.

Die Jugendwohngruppe kann auch die Vorstufe für ein anschließendes Wohnen in einem unserer Jugendappartements oder im externen Betreuten Jugendwohnen sein.

Die Jugendwohngruppe richtet sich speziell an männliche und weibliche Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren oder junge Erwachsene,

  • die unseren Wohngruppen entwachsen sind und Grundlagen in selbständiger Lebensführung durch klare Tages- und Organisationsstruktur erwerben wollen und dabei Unterstützung benötigen.
  • die, aufgrund einer schwierigen familiären Situation und/oder Erziehungsschwierigkeiten eines stabilen Rahmens außerhalb der Familie bedürfen.
  • die sich auf eine Gruppe als Wohn- und Lebensgemeinschaft einlassen können bzw. wollen und bereit sind zur Kooperation.
  • die aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie als stabilisiert entlassen wurden und in ihrer Entwicklung zur Selbständigkeit weiterer pädagogischer Betreuung bedürfen.
  • die eine seelische Behinderung haben oder von seelischer Behinderung bedroht sind (§ 35 a SGB VIII), aber bereits die individuellen Ressourcen für das Leben in einer Jugendgruppe erworben haben.
  • die bezüglich Motivation und Durchhaltevermögen so weit stabilisiert sind, dass sie Arbeits-, Ausbildungs- und Berufs-/ Schulzeiten wahrnehmen und bewältigen können.
  • die gezielte (Weiter-)Förderung hinsichtlich ihres Sozialverhaltens sowohl für ihre persönliche, als auch altersgemäße Entwicklung benötigen.

 

Was wollen wir mit dem Jugendlichen / jungen Erwachsenen erreichen?

 

Grundgedanke des Konzeptes ist es, dort anzusetzen, wo der junge Mensch im Moment steht.

Zentrale Ziele sind u.a.:

 

  • Im Mittelpunkt steht die zunehmende Verselbständigung des jungen Menschen durch ganzheitliche Förderung seiner Ressourcen und Stärken, durch Beratung und/oder Begleitung seiner Entwicklung.
  • Vorbereitung auf ein eigenständiges Leben durch zunehmende Übernahme von Eigenverantwortung bei der Ausgestaltung des eigenen Lebensraumes.
  • Erreichen einer abgeschlossenen Schul-/Berufsausbildung durch gezielte individuelle Förderung.
  • Schulische und/oder berufliche Integration bzw. Schaffung weiterer beruflicher Perspektiven.
  • Erlernen einer eigenständigen Durchführung von lebenspraktischen Fähigkeiten wie Einkaufen, Kochen und Waschen etc.
  • Zunehmende Verselbständigung und ggf. Vorbereitung auf weiterführende Unterbringungs- und Betreuungsformen.
  • Zuverlässiger Umgang mit Pflichten (Schule, Beruf, Haushalt) und Ämtern und Behörden.
  • Entwicklung einer individuell-realistischen Lebensperspektive und eigener Ziele.
  • Verantwortungsbewusster Umgang mit Geld, Kleidung, Nahrungsmittel, Rücklagen etc.
  • Rückführung zu den Eltern (wenn möglich und sinnvoll).
  • Versöhnliche Ablösung vom Elternhaus und pädagogische Begleitung des Ausscheidens aus der Jugendwohngruppe.
  • Begleitung in die Welt der Erwachsenen.

 

 

 


 

 

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