Was ist "Betreutes Wohnen"?

Unser Angebot ist geeignet für weibliche und männliche junge Menschen im Alter von 16 bis max. 21 Jahren,

  • die aufgrund ihrer Problemlagen und ihres Alters nicht mehr in Wohngruppen betreut werden können,
  • für die ein weiterer Verbleib im Elternhaus keine Zukunftsperspektive bietet,
  • die uns durch das Jugendamt im Rahmen der §§ 27, 34, 35a und 41 SGB VIII vermittelt werden und durch ihre individuelle Lebenslage einer Unterstützung auf ihrem Weg zum selbständigen Wohnen und einer selbständigen Lebensgestaltung bedürfen,
  • die aus einer stationären, teilstationären oder ambulanten Jugendhilfemaßnahme kommen und bei denen als Folgemaßnahme eine betreute Wohnform als sinnvoll und erfolgversprechend angesehen wird.

 

Ziele des Betreuten Wohnens ist die selbstständige und selbstverantwortliche Lebensführung des jungen Menschen.

Die individuellen Ziele der Betreuung orientieren sich am Entwicklungs- und Reifestand des jungen Menschen und werden gemeinsam im Hilfeplan vereinbart.

Dazu gehört:

  • Ablösung aus dem vorherigen und Eingliederung in das neue Lebensumfeld,
  • Fähigkeit zur Selbstorganisation und des selbständigen Wohnens,  
  • Umgang mit Geld und Behörden,
  • Bewältigung von Anforderungen in Schule, Ausbildung und Beruf,
  • Entwicklung einer Lebensperspektive,
  • Umgang mit Konflikten und Krisen, Abbau von kompensatorischen Verhaltensweisen,
  • Gestaltung der Freizeit und Aufbau sozialer Kontakte,
  • Förderung der familiären Beziehungen,
  • Ablösung bei Beendigung der Maßnahme.

Zusätzliche Betreuungsziele für die Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen:

  • Auseinandersetzung mit und Integration in die deutsche Alltagskultur unter Berücksichtigung ihrer fremdkulturellen Prägung und den daraus entstehenden subjektiv empfundenen Widersprüchlichkeiten.
  • Stabilisierung der jungen Menschen in einem klar strukturierten Rahmen, der ihre jeweiligen kulturellen Prägungen und Handlungsgepflogenheiten mit berücksichtigt.
  • Entwicklung und sukzessive Steigerung der lebenspraktischen Kompetenzen in Bezug auf die deutsche Alltagskultur und der Fähigkeiten zu einer sinnvollen Freizeitgestaltung.
  • Begleitung bei der mentalen und sozialen Bewältigung der Migrationserlebnisse und deren Begleitumstände und Folgen.
  • Begleitung und Unterstützung bei der Verarbeitung der Trennung von der eigenen Familie.
  • Unterstützung der Sicherung ihres Aufenthaltsstatus in Kooperation mit dem Vormund; nach Eintritt der Volljährigkeit bis zum Auszug aus der Wohngruppe: Beratung bis zum eigenständigen Wohnen.
  • Vorbereitung der jungen Menschen auf ein selbständiges Leben nach dem Auszug aus dem betreuten Wohnen auf Basis des geklärten Aufenthaltsstatus oder der zeitlichen Perspektive für die Klärung.
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